Am 30. September 2025 wurde in München das Agatech-Papier zu Industrie 4.0 vorgestellt, das zentrale Strategien zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der deutschen Industrie skizziert. Es betont die Bedeutung der vernetzten industriellen Wertschöpfung für die digitale Transformation und hebt Themen wie künstliche Intelligenz, digitale Infrastrukturen und neue Geschäftsmodelle hervor. Der Forschungsbeirat Industrie 4.0 erstellt derzeit vier Roadmaps für die Zukunft in Bereichen wie ökologische Nachhaltigkeit und Geschäftsmodelle. Die deutsche Industrie steht vor großen Veränderungen durch die Digitalisierung globaler Lieferketten, wobei Schlüsseltechnologien wie Quantencomputing eine Rolle spielen. Der Forschungsbeirat, ein von Acatech koordiniertes Gremium, gibt Empfehlungen zur technologischen Souveränität und Resilienz.
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Die deutsche Industrie müsse laut dem Papier digitale Wertschöpfung souverän entwickeln und neue Technologien wie Quantencomputing und Medizintechnik einbeziehen. Der Forschungsbeirat und die Plattform Industrie 4.0 leiten daraus zentrale Handlungsoptionen für Wirtschaft und Politik ab.
Über den Forschungsbeirat Industrie 4.0
Der Forschungsbeirat Industrie 4.0 ist ein strategisches und unabhängiges Gremium mit 34 Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Industrie. Seine Arbeit wird von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften koordiniert, vom Projektträger Karlsruhe betreut und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Der Beirat entwickelt Forschungsempfehlungen zu Aspekten wie Nachhaltigkeit, Resilienz, Interoperabilität und technologischer Souveränität.
Laut einer Kurzstudie der Hochschule Niederrhein im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH), des Umweltinstituts München und Bellona Deutschland kann die deutsche Industrie 40% ihres Energiebedarfs einsparen.
Mit dem Projekt Green Factory of the Future haben die Ford Motor Company und das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen einen wissenschaftlichen Ansatz für eine nachhaltigere Fahrzeugproduktion der Zukunft entwickelt.
Zum Abschluss der ersten Maintenance München zogen die Veranstalter eine positive Bilanz: An den zwei Messetagen informierten sich 1.770 Besucher an den Ständen der 115 Aussteller.
Ein großer Anteil der Unternehmen in Deutschland nimmt sich laut einer Untersuchung des ZEW bei zentralen Technologiefeldern stark abhängig von nicht-europäischen Anbietern oder Partnern wahr.