Zehn Jahre nach Einführung der DSGVO ist Datenschutz in deutschen Unternehmen laut einer Bitkom-Langzeitstudie zwar fest etabliert, wird aber zunehmend als bürokratisch, komplex und rechtlich unsicher empfunden. Der Umsetzungsgrad stieg von 7% (2018) auf 71% (2024), gleichzeitig sehen 81% (2025) die Vorgaben als Prozessbremse; 97% bewerten den Datenschutzaufwand als hoch, 84% berichten von gestiegenem Aufwand seit Einführung.
Besonders kritisch bewerten viele Firmen die Auswirkungen auf Künstliche Intelligenz: 69% sagen, Datenschutz erschwere das Training von KI mit ausreichend Daten, 63% sehen eine Abwanderung von KI-Entwicklung aus der EU; 59% berichten von gescheiterten oder nicht gestarteten Datenpool-Projekten. Bitkom fordert deshalb eine Reform mit stärkerer Risikoorientierung und klaren Regeln, die KI-Training und -Betrieb in Europa ermöglichen.
Weitere Ergebnisse: 61% der Unternehmen übermitteln 2025 personenbezogene Daten in die USA, 71% wünschen sich dafür tragfähige politische Lösungen. 82% nennen Rechtsunsicherheit als zentrale Herausforderung, 86% sagen, die DSGVO-Umsetzung sei nie „fertig“. Zudem fehlt es häufiger an Fachpersonal (38%). Zwar nutzen viele Unternehmen Hilfestellungen der Aufsichtsbehörden, zufrieden sind damit jedoch nur 36%.
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38% der Unternehmen gaben zuletzt an, dass es an qualifiziertem Personal für den Datenschutz fehlt, der höchste Wert der Zeitreihe. 2022 waren es noch 24%.
Den Aufsichtsbehörden stellen die Befragten ein gemischtes Zeugnis aus. So haben 86% der Unternehmen im Jahr 2024 Hilfestellungen der Aufsichtsbehörden genutzt oder angefragt (2022: 82%). Mit den Hilfestellungen zufrieden waren zuletzt nur 36%.
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