
Nach den weltweiten IT-Ausfällen in zahlreichen Branchen hat sich die Lage nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik mittlerweile wieder normalisiert. Zahlreiche Unternehmen hätten aber nach wie vor mit Folgewirkungen der Störungen zu kämpfen, so das BSI. Auch in Deutschland gibt bzw. gab es betroffene Unternehmen, darunter Betreiber Kritischer Infrastrukturen.
Die Ursache für die Probleme war offenbar ein fehlerhaftes Update einer IT-Security-Lösung des Herstellers Crowdstrike (Falcon). Diese wird von zahlreichen weiteren IT-Diensten genutzt, die in der Folge ausfielen. Das BSI hat seinen Zielgruppen entsprechende Informationen zukommen lassen und diese hier veröffentlicht.
Auch bezüglich der IT-Ausfälle, die durch eine Störung des Microsoft Azure-Dienstes ausgelöst wurden, normalisiert sich die Lage laut dem BSI. Der Konzern hatte kommuniziert, dass es in der Azure-Cloud zu einem Konfigurationsfehler gekommen war, der ebenfalls weltweit Auswirkungen zeigte. Ob und inwiefern die Vorfälle zusammenhängen, war zunächst noch nicht abschließend geklärt. Wie der Softwarekonzern mitteilt, waren weltweit rund 8,5 Millionen Systeme betroffen. Das Unternehmen kündigte einen Bericht zum Vorfall an.
Das BSI warnt in einer Pressemitteilung zudem davor, dass Cyberkriminelle die Vorfälle für unterschiedliche Formen von Phishing, Scam oder Fake-Webseiten ausnutzen. Auch inoffizieller Code wurde demnach in Umlauf gebracht. Die Behörde empfiehlt ausdrücklich, technische Informationen ausschließlich von offiziellen Crowdstrike-Quellen zu beziehen.
Zahlreiche Unternehmen und Organisationen hatten am vergangenen Freitag (19. Juli) mit massiven IT-Problemen zu kämpfen, darunter etwa Fluggesellschaften, Telekommunikationsdienstleister sowie Supermärkte.




















